Was versteht man unter bonitätsabhängigen Zinssätzen?

Kreditinstitute vergeben ihre Kredite mit bonitätsabhängigen oder bonitätsunabhängigen Zinsen. Während es sich beim Letzteren um einen fixen Zinssatz handelt, orientiert sich die Zinshöhe des anderen an der Bonität des Kreditnehmers. Seiner Kreditwürdigkeit entsprechend passt das jeweilige Institut das Zinsniveau an. Je besser die Bonität demnach ist, umso niedriger ist auch der Zinssatz.

Wie hoch der bonitätsabhängige Zinssatz ist, den der Kunde erhält, wird anhand seiner Kreditwürdigkeit festgemacht. Für die Bonitätsbewertung werden verschiedene Faktoren herangezogen. Dabei spielen in erster Linie die Einnahmen des Kreditnehmers eine Rolle. Besonders hohe Einkommen, zu denen auch Nebeneinkünfte aus selbstständiger oder nicht selbstständiger Arbeit oder Mieteinnahmen gehören, werden in der Regel mit günstigen Zinssätzen honoriert. Auch das Arbeitsverhältnis spielt eine bedeutende Rolle: Beamte erhalten wegen ihrer sicheren Anstellung in der Regel die besten Zinsangebote. Angestellte sollten im besten Fall über einen unbefristeten Arbeitsvertrag verfügen. Aber auch das Zahlverhalten des Kunden ist relevant. Um dieses zu bewerten, wird Einsicht in die Schufa genommen. Wenn es in der Vergangenheit vermehrt zu Zahlungsausfällen kam, ist das für die Bank ein Hinweis für ein unzuverlässiges Zahlverhalten des Antragstellers.

Zudem entscheidet das Einnahmen- und Ausgabenverhältnis des Kreditnehmers, wie zahlungsfähig dieser ist. Um zu ermitteln, wie viel Geld dem Antragsteller monatlich für die Kredittilgung zur Verfügung steht, werden alle Ausgaben von den Einnahmen abgezogen. Die Höhe dieses Betrags wirkt sich ebenfalls auf die Bonitätsbewertung aus. Darüber hinaus können sich andere Vermögenswerte wie Immobilienbesitz, Kapitallebensversicherungen oder Geldanlagen positiv auf die Beurteilung auswirken.

Damit Verbraucher beim online Kreditvergleich auch bonitätsabhängige Zinssätze bewerten können, schreibt die Preisangabeverordnung (PangV) in Paragraph sechs vor, dass Kreditinstitute und Kreditvermittler den sogenannten Zweidrittelzins für jedes Kreditangebot angeben müssen. Das ist der Zinssatz, den im Schnitt zwei Drittel der Kreditnehmer bei der Bank erhalten.
Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.

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