23.03.2021 | 12:28 | sho

Erdgas Fridays for Future fordern "Gas Exit"

Erdgas: Fridays for Future fordern „Gas Exit“
Bei der Gasförderung wird bis zu 84 Mal mehr CO2 freigesetzt als beim Kohleabbau.
Im Rahmen der Klimabewegung Fridays for Future hat sich ein neues Netzwerk namens „Gas Exit“ gegründet. Am letzten Freitag protestierten die Aktivisten unter anderem in Berlin und forderten den Gasausstieg Deutschlands.
Das Netzwerk „Gas Exit“ setzt sich dafür ein, dass Gas nicht weiter als Brückentechnologie zur Energiewende gesehen wird. Viele Studien belegen, dass der Ausstieg aus der fossilen Energie auch ohne Übergangslösungen funktionieren könnte. Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt beispielsweise, dass die Gaspipeline „Nord Stream 2“ nicht notwendig ist um den europäischen Energiebedarf zu decken. Zudem zeigen viele Studien, dass Gas sogar eine schlechtere Klimabilanz vorweist als Kohle, da bei der Gasförderung 34 bis 86 Mal mehr CO2 freigesetzt wird als beim Kohleabbau. Neben „Nord Stream 2“ kritisiert „Gas Exit“ auch die Fördermaßnahmen der Bundesregierung. So erhalten Privathaushalte etwa Fördergelder beim Umstieg aus eine Gasheizung. Auch erdgasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen werden staatlich subventioniert, anstatt die Gelder in erneuerbare Energien zu investieren. Die Fördergelder sollten laut „Gas Exit“ lieber in eine umweltfreundliche Wärmewende fließen.