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19.03.2018 | 08:06 | fra

Zinsen auf Talfahrt Autokredite so günstig zu haben wie lange nicht

Autokredit Zinsen
Die Zinsen für Autokredite sind 2017 erneut gesunken.

Wer mit einem neuen fahrbaren Untersatz in den Frühling starten will und dafür noch das nötige Kleingeld braucht, der kann sich freuen: Die Zinsen für Autokredite sind in den letzten Jahren stetig gesunken – so auch 2017, wie eine Auswertung von CHECK24 zeigt. Doch nicht nur der Zinsen wegen ist die Gelegenheit zur Autofinanzierung gerade denkbar günstig.

Der Zinsrutsch, den die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer Niedrig- und schließlich Nullzinspolitik angestoßen hat, hat Autokäufern im vergangenen Jahr nochmals günstigere Kreditkonditionen beschert. So ist der durchschnittliche Zinssatz aller über CHECK24 vermittelten Autokredite gegenüber 2016 von 3,16 auf 3,04 Prozent gesunken, wie das Vergleichsportal jetzt ausgewertet hat. Seit 2011 – dem Jahr, in dem die EZB letztmalig ihre Leitzinsen erhöht hatte, – haben sich die Zinsen damit sogar fast halbiert (durchschnittlicher Zinssatz damals: 5,78 Prozent eff. p.a.).

Verhandlungssache:
Was der Autokredit kostet, entscheidet nicht nur der Zins

Nun mag sich so mancher Autokäufer vielleicht fragen, warum er über drei Prozent Zinsen zahlen soll, wenn er doch das Auto ebenso gut beim Händler vor Ort oft schon zum Nullzins finanzieren kann. Zugegeben: In puncto Zinsen haben einige Autobanken gegenüber den herstellerunabhängigen Geldhäusern die Nase vorn. Doch unterm Strich fahren Autokäufer mit der Finanzierung über ein unabhängiges Geldhaus oftmals günstiger. Der Grund dafür nennt sich Barzahlerrabatt.

Wer sein Fahrzeug über eine unabhängige Bank finanziert, der begleicht den Kaufpreis beim Händler vor Ort in einem Betrag – das honorieren Autohäuser häufig mit einem Nachlass auf den Kaufpreis. Und gerade jetzt, wo infolge des Diesel-Skandals über Fahrverbote verhandelt wird, seien diese Barrabatte so hoch wie nie, erklärt Christian Nau, Geschäftsführer im Bereich Kredite bei CHECK24.

Schon acht Prozent Preisnachlass spielen die Zinskosten wieder ein

Wie schnell sich ein solcher Barzahlungsrabatt rechnet, zeigt ein Blick auf folgendes Beispiel, das dem durchschnittlichen CHECK24 Autokreditkunden 2017 angelehnt ist. Der lieh sich bei den Partnerbanken des Vergleichsportals 13.852 Euro für den Pkw-Kauf – Geld, das er im Schnitt in 60,5 monatlichen Raten zurückzahlt. Bei einem Zinssatz von 3,04 Prozent effektiv pro Jahr entstehen ihm so in Summe rund 1.106 Euro an Zinskosten. Unterm Strich bekommt die Bank von ihm also 14.958 Euro.

Diese Zinskosten hätte er im Handel womöglich nicht gehabt – doch schon bei einem Barzahlerrabatt von acht Prozent hätte er sie bereits wieder eingespielt. Angenommen, der Autokäufer in diesem Beispiel hätte diesen Preisnachlass schon vor Kreditaufnahme über CHECK24 vom nötigen Finanzierungsbetrag abgezogen, so hätte der ursprüngliche Kaufpreis – und damit zugleich der Gesamtbetrag einer Null-Prozent-Finanzierung im Handel – nicht bei 13.852, sondern bei 15.057 Euro gelegen. Gegenüber der Finanzierung im Handel hätte er mit dem Autokredit über CHECK24 so sogar 99 Euro gespart.

Wie viel Kredit es fürs Auto braucht:
Autokredite im Bundesländer-Ranking

Was Kreditnehmer dank der gesunkenen Zinsen 2017 an Kreditkosten einsparten, das haben sie anscheinend direkt in ihr Auto investiert. So ist der durchschnittliche Autokreditbetrag – wie schon in den Vorjahren – auch 2017 weiter gestiegen. Allein gegenüber 2016 ergibt sich ein Plus von vier Prozent (durchschnittlicher Autokredit 2016: 13.286 Euro). Im Vergleich zu 2011 sind die Kreditsummen sogar um mehr als ein Viertel gestiegen (durchschnittlicher Autokredit 2011: 10.980 Euro).

Doch eines hat sich nicht geändert: Wie viel sich Autokäufer über CHECK24 liehen, variierte auch 2017 von Bundesland zu Bundesland, wie das Vergleichsportal in seinem Ranking zeigt.

So nahmen die Hamburger im vergangenen Jahr mit im Schnitt 14.805 Euro die höchsten Autokredite auf. Mit 118 Euro Abstand folgen die Bayern (14.687 Euro), dahinter die Autokreditnehmer aus Baden-Württemberg (14.614 Euro). Die Hessen konnten sich in diesem Ranking zwar keinen Platz auf dem Treppchen sichern, mit einer durchschnittlichen Pkw-Finanzierung über 14.166 Euro übertrafen aber auch sie den Bundesdurchschnitt.

Am anderen Ende der Liste finden sich die Saarländer, die sich für den Autokauf im Mittel 12.880 Euro von den CHECK24 Partnerbanken liehen – und damit fast 2.000 Euro weniger als die Hamburger. Vorletzter im Ranking sind die Sachsen. Sie nahmen 2017 im Durchschnitt einen Autokredit über 13.135 Euro auf und verfehlten den 14. Platz nur knapp – nur drei Euro trennen sie von den Autokreditnehmern aus Schleswig-Holstein (13.138 Euro).

# Bundesland Ø Kreditsumme
1 Hamburg 14.805 €
2 Bayern 14.687 €
3 Baden-Württemberg 14.614 €
4 Hessen 14.166 €
5 Rheinland-Pfalz 13.782 €
6 Berlin 13.641 €
7 Sachsen-Anhalt 13.624 €
8 Nordrhein-Westfalen 13.524 €
9 Bremen 13.473 €
10 Niedersachsen 13.395 €
11 Mecklenburg-Vorpommern 13.351 €
12 Thüringen 13.252 €
13 Brandenburg 13.229 €
14 Schleswig-Holstein 13.138 €
15 Sachsen 13.135 €
16 Saarland 12.880 €
  Ø Deutschland 13.852 €

Für die vorliegenden Daten hat das Vergleichsportal CHECK24 sämtliche im Jahr 2017 über dessen Vergleich abgeschlossene Kredite mit Verwendungszweck „Neuwagen“ bzw. „Gebrauchtwagen“ ausgewertet.

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