23.09.2021 | 12:15 | sho

Gaspreise Gasknappheit macht Heizen teuer

Gasknappheit macht Heizen teuer
Aufgrund der hohen Preise raten Verbraucherschützer zum Gasvergleich.
Die weltweite Gasknappheit lässt die Gaspreise im Großhandel steigen. Energieexperten befürchten eine teure Heizsaison für Verbraucher*innen. Die starken Preisschwankungen bei den Gaspreisen sind in den letzten Jahren zur Normalität geworden.
Im Vorjahr importierte Deutschland Gas für 3.400 Euro pro Terajoule, im Juli 2021 kostete die gleiche Menge Gas bereits 6.000 Euro. Der Preisanstieg an der Energiebörse kennt kein Ende – im letzten Monat sind die Tagespreise für Gas um 70 Prozent gestiegen. Ein Grund ist der geringe Füllstand der Gasspeicher, die gerade nur bei 64 Prozent liegt. Die Händler warten gerade die Rekordpreise auf dem Gasmarkt ab und erhoffen niedrigere Gaspreise zu einem späteren Zeitpunkt. Die Speicher werden deshalb nur langsam gefüllt. Das meiste Erdgas bezieht Deutschland von Russland. Kritiker vermuten, dass Russland die aktuelle Schieflage auf dem Gasmarkt ausnutzt, um die Genehmigung der Inbetriebnahme von Nord Stream 2 zu beschleunigen. So wies der Kremlsprecher Dmitrij Peskow vor Kurzem darauf hin, dass sich die Lage auf dem Gasmarkt entspannen wird, sobald über die neue Gas-Pipeline Erdgas transportiert wird. Verbraucherschützer befürchten indes eine teure Heizsaison mit hohen Gaspreisen. Udo Sieverding, Energieexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät Verbraucher*innen zum Gaspreisvergleich. "Da lässt sich gerade bei Gaspreisen einiges herausholen", so Sieverding. Um langfristig Geld zu sparen, rät Sieverding Eigentümern über einen Tausch der Gasheizung nachzudenken, da der CO2-Preis Verbraucher*innen auch künftig zusätzlich belasten wird.